Nach aktiver Patientenidentifikation erfolgt das Einschleusen des Patienten in den Operationssaal. Durchführen des Team-time-outs. Einleitendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Einleiten der Narkose sowie orotracheale Intubation des Patienten. Zunächst Lagerung des Patienten durch den Operateur. Zunächst Durchführen einer erneuten Panendoskopie zur weiteren Planung des operativen Vorgehens. Einsetzen des Zahnschutzes und Eingehen mit dem Kleinsasserrohr der Größe C. Hier bestätigt sich die vorbeschriebene Größenausdehnung. Anschließend problemlose Anlage einer nasogastralen Ernährungssonde. Lagerung des Patienten in Kopfreklination. Oberflächliche Hautdesinfektion. Infiltrationsanästhesie mit insgesamt 15 ml Xylocain mit Adrenalinzusatz im Bereich der Schnittführung für den geplanten Schürzenlappen. Anschließend Abjodieren des OP-Gebietes sowie steriles Abdecken. Zunächst Anzeichnen der geplanten Schnittführung. Hautschnitt sowie Heben eines breitbasigen Schürzenlappens, wobei hier streng subplatysmal präpariert wird. Einsetzen des Kettenhundes. Zunächst Beginn der Neck dissection auf der rechten Seite. Darstellung des M. sternocleidomastoideus sowie des M. omohyoideus als kaudale Begrenzung sowie des M. digastricus Venter posterior als kraniale Begrenzung. Darstellen der Kapsel der Submandibulardrüse. Zuwenden zur Halsgefäßscheide. Darstellen der V. jugularis interna sowie des Venenwinkels inklusive Schonung der V. fazialis. Darstellen der A. carotis communis, der Bifurkation sowie der A. carotis interna und externa. Darstellen des N. accessorius sowie des N. hypoglossus. Die Ansa cervicalis lässt sich intraoperativ nicht schonen. Es zeigt sich nun in Level II sowie III bis kurz vor Level IV reichend ein ausgedehntes Metastasenkonglomerat, welches fest mit der Umgebung verbacken zu sein scheint. Nur unter Mühen lässt sich hier die Weichgewebsmetastase von der V. jugularis interna trennen. Das Metastasenkonglomerat reicht hier sehr weit nach medial und geht bis an den N. vagus heran. Daher zunächst Verlagerung, Neurolyse und Neueinbettung des N. vagus. Dieser kann geschont werden. Der Grenzstrang erscheint intraoperativ fest mit dem Metastasenkonglomerat verbacken zu sein. Zunächst Entwickeln des lateralen Neck-Präparates, wobei hier größtenteils die zervikalen Plexusäste geschont werden können. Zuwenden zum medialen Neck-Präparat. Auch hier erfolgt die Darstellung des N. hypoglossus. Verlagerung, Neurolyse und Neueinbettung des N. hypoglossus. Schonung des Nerven. Sukzessives Entwickeln des medialen Neck-Präparates. Übergehen zur linken Seite: Hier prinzipiell selbiges Prozedere. Zunächst Darstellen des M. sternocleidomastoideus sowie des M. omohyoideus als kaudale Begrenzung als auch des M. digastricus Venter posterior als kraniale Begrenzung. Zuwenden zur Halsgefäßscheide. Darstellen der V. jugularis interna von der kaudalen bis zur kranialen Begrenzung. Darstellen der V. fazialis sowie Schonung derselben. Darstellen der A. carotis communis, der Bifurkation sowie der A. carotis interna und externa. Darstellen des N. accessorius, Verlagerung, Neurolyse und Neueinbettung desselben. Schonung des Nerven. Entwickeln des lateralen Neck-Präparates unter Schonung der zervikalen Plexusäste. Darstellen der Submandibulardrüsenkapsel sowie des N. hypoglossus. Verlagerung, Neurolyse und Neueinbettung des Nerven. Entwickeln des medialen Neck-Präparates. Übergehen zur Darstellung des Hypoids. Anschließend Abtrennen der infrahyoidalen Muskulatur mithilfe des elektrischen Messers. Der M. sternohyoideus wird hierbei nach kaudal geschlagen. Anschließend Versorgen des oberen laryngealen Bündels auf beiden Seiten. Darstellen des Schildknorpelhorns auf der linken Seite. Inzidieren des Perichondriums sowie Auslösen des linksseitigen Sinus piriformis mit dem Raspatorium als auch mit dem Stieltupfer. Anschließend Darstellen der Trachea sowie des Schilddrüsen-Isthmus. Durchtrennen des Isthmus sowie Umstechung desselben. Darstellen, Verlagerung, Neurolyse und Neueinbettung des N. vagus. Hier zeigt sich der sonographisch als auch computertomographisch vorbeschriebene große Schilddrüsen-Nodus. Aufgrund des prominenten linksseitigen Schilddrüsenlappens sowie der darin befindlichen intraoperativ leicht suspekt anmutenden Knotens wird nun noch der Entschluss gefasst eine Hemi-Thyreoidektomie auf der linken Seite durchzuführen. Hierbei wird auf den Erhalt der Epithelkörperchen geachtet. Anschließend Darstellen der ventralen Trachea. Übergehen zur Tracheotomie. Hierbei Eingehen unterhalb der 1. Trachealspange und Umintubation auf einen LE-Tubus. Anschließend Eröffnen des Pharynx infrahyoidal in Medianlinie. Darstellen der Oberkante der Epiglottis. Fassen der Epiglottis und Luxieren derselben durch eine relativ kleine Pharyngotomie. Man hat nun einen guten Einblick auf die Tumorausdehnung. Zunächst Beginn der Resektion im Bereich der linksseitigen aryepiglottischen Falte. Schleimhautsparende Schnittführung bis kurz vor den Aryknorpel. Anschließend Erweitern der Schnittführung nach kaudal und im Bereich des Postkrikoids. Blutstillung mehrerer kleinerer Blutungen aus dem Plexus laryngopharyngeus. Anschließend Gegenpräparation von der linken Seite. Hier ebenfalls Beginn der Schnittführung im Bereich der aryepiglottischen Falte, wobei diese hier aufgrund der Tumorausdehnung in den rechtsseitigen Sinus piriformis, bis in den Pharynx ausgedehnt wird. Zwischendurch weiteres Auslösen des Larynxskelettes mit der anhängenden Weichteilmanschette. Absetzen der Trachea auf Höhe des 1. Trachealknorpels und Resektion des Larynx sowie des rechtsseitigen Sinus piriformis in toto. Das Präparat wird fadenmarkiert zur definitiven Histologie eingeschickt. Akribische Inspektion des Tumorpräparates und anschließend noch Entnahme entsprechender Randproben, welche zur intraoperativen Schnellschnittdiagnostik eingesandt werden. In der Zwischenzeit akribische Blutstillung. Durchsage der intraoperativen Schnellschnittdiagnostik: Hier zeigt sich ein tumorfreier Resektatrand, weshalb hier intraoperativ von einer R0-Situation ausgegangen werden kann. Durchführen einer eher zurückhaltenden Myotomie im Bereich des oberen Ösophagussphinkters, um hier keine Refluxproblematik postoperativ zu provozieren. Auf die Anlage einer Provox-Prothese wird aufgrund des relativ schmalen verbliebenen Restpharynxschlauches vorerst bewusst verzichtet. Durchtrennen des linksseitigen sternalen Anteils des M. sternocleidomastoideus. Hier kommt es zu einer etwas stärkeren venösen Blutung, welche mithilfe von drei Umstechungen gestillt werden kann. Anschließend Durchführen der invertierenden Pharynxnaht mit Vicryl 3.0 RB-1 in Einzelknopfnahttechnik. Dies erfolgt in T-förmiger Konfiguation. Hierbei wird im Bereich des Zungengrundes als auch kaudal auf Höhe des Stomas äußerst akribisch gearbeitet, um an diesen Prädilektionsstellen die Gefahr einer Fistelbildung zusätzlich zu reduzieren. Fassen der seitlichen Muskulatur und Vernähen derselben in fortlaufender überwendlicher Nahttechnik im Sinne einer zweiten Schicht. Aufbringen von einer Schicht TachoSil. Fassen des verbliebenen peripheren Weichgewebes, welches zusätzlich im Sinne einer vierten Schicht über die Pharynxnaht gesteppt wird. Der zuvor nach kaudal geschlagene M. sternohyoideus wird ebenfalls über das Wundbett gesteppt. Anschließend Wundspülung mit H2O2 sowie Ringerlösung. Einbringen von zwei 10er Redondrainagen sowie zirkuläres Epithelisieren des Tracheostomas. Subkutannaht mit Vicryl 4.0 sowie Hautnaht mit Ethilon 5.0. Anlegen eines Druckverbandes sowie Umintubation des Patienten auf eine 10er High-volume-low-pressure-Kanüle. Beendigung des Eingriffs ohne Komplikationen. Abschließendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Der Patient erhielt intraoperativ 3 g Unacid i.v.. Die Antibiose soll postoperativ bitte für fünf Tage fortgeführt werden. 