Einleitendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Einstellen dies histologisch als Plattenepithelkarzinom gesicherten Tumors mit dem Spreizlaryngoskops. Spalten der Epiglottis in der Mittellinie und Präparation entlang der Vallecula. Durchtrennen der pharyngoepiglottischen Falte und sukzessive Resektion des Tumors unter Mitnahme der pharyngoepiglottischen Falte, der aryepiglottischen Falte sowie des Taschenbandes. Darüber hinaus wird die Spitze des Aryknorpels mitreseziert, sodass schlussendlich lediglich der Processus vocalis und der Processus muscularis des Aryknorpels erhalten bleibt. Sorgfältige Präparation außerhalb der Tumormanifestation. Absetzen des Tumors im Bereich des Aryknorpels sowie unmittelbar im Bereich des Taschenbandes auf der linken Seite. Resektion eines Teils der rechtsseitigen Epiglottis als Nachresektat sowie schlussendlich Gewinnung von zahlreichen Randproben. Intraoperativ hat man den Eindruck, ständig in gesundem Gewebe reseziert zu haben. Die Randproben werden als tumorfrei befundet. Aufgrund der Größe des Tumors extrem erschwerte Präparationsbedingungen. Intraoperativ mehrfach, aufgrund der Lokalisation des Tubus sowie Blutungen Konsilgespräch mit der Anästhesie. Sorgfältige Blutstillung. Vorschieben des flexiblen Endoskops bis in den Magen. Anlage einer PEG nach Darstellen der Diaphanoskopie in üblicher Weise. Beim Zurückspiegeln zeigt sich der Magen sowie der Ösophagus unauffällig. Umlagern des Patienten, zunächst zur modifiziert-radikalen Neck dissection auf der rechten Seite. Setzen der Lokalanästhesie entlang des Vorderrandes des M. sternocleidomastoideus. Abjodieren und Abdecken des OP-Gebietes. Hautschnitt im Bereich der Mastoidspitze beginnend, entlang des Vorderrandes des M. sternocleidomastoideus bis zur Clavicula. Durchtrennen des Platysmas. Darstellen des M. sternocleidomastoideus. Darstellen des N. auricularis magnus. Verlagerung nach kranial und am Ende der OP Neueinbettung desselben im Sinne einer Neurolyse. Darstellen des M. sternocleidomastoideus. Darstellen der V. jugularis externa, welche ebenfalls erhalten, nach kranial verlagert und am Ende der OP wieder neu eingebettet wird. Darstellen des N. accessorius. Verlagerung und am Ende der OP Neueinbettung des N. accessorius im Sinne einer Neurolyse. Darstellen der A. carotis communis, der A. carotis interna und externa, der V. jugularis interna, des N. vagus sowie des N. hypoglossus. Verlagerung und am Ende der OP Neueinbettung des N. vagus und N. hypoglossus im Sinne einer Neurolyse. Darstellen des Venter posterior des M. digastricus. Darstellen der Glandula parotis. Entfernen von Lymph- und Bindegewebe im Bereich der Level IV und V. Hier wird entlang der Faszie der tiefen Halsmuskulatur präpariert, der Plexus zervikalis dargestellt, entsprechend verlagert und geschont. Präparation nach kaudal. Darstellen der Skalenuslücke. Darstellen des Plexus brachialis und des N. phrenicus. Auch diese Strukturen werden geschont. Absetzen des Präparates supraclaviculär. Sorgfältige Blutstillung. Darstellen der V. fazialis. Darstellen der A. thyroidea superior. Darstellen der Kapsel der Glandula submandibularis. Entfernen des Lymph- und Bindegewebes im Bereich des Levels Ib, II und III. Intraoperativ zeigten sich mehrere kleinere Lymphknoten, welche jedoch nicht suspekt für malignen Befall sind. Ausspülen der Wunde mit Wasser und Wasserstoff. Einlegen einer Redondrainage. Schichtweiser Wundverschluss. Anlage eines Druckverbandes. Es resultiert somit eine modifiziert-radikale Neck dissection der Level Ib bis V. Anschließend Umlagern des Patienten zur Neck dissection auf der linken Seite. Hier zeigt sich bereits ein großes Metastasenkomglomerat Level II, III bis in die kaudale Parotis reichend. Zunächst Anzeichnen der geplanten Schnittführung. Schafes Durchtrennen der Cutis sowie der Subcutis. Darstellen des Platysmas wie scharfes Durchtrennen desselben. Darstellen der Vorderkante des Musculus sternocleidomastoideus und Präparation desselben von kaudal nach kranial. Darstellen des Musculus omohydius als kaudale Begrenzung. Ab Level III zeigt sich ein ausgedehntes, offensichtlich kapselüberschreibendes Metastasenkomglomerat, welches bis in das Subcutanniveau reicht. Der Musculus sternocleidomatoideus scheint hier breitflächig infiltriert zu sein. Daher zunächst Mobilisierung des Konglomerates und Mitnahme einer entsprechenden Hautspindel im Bereich der Infiltration des Subcutangewebes. Einsetzen des unteren Wundsperrers. Hinzuwenden zur Halsgefäßscheide. Darstellen der Vena jugularis intern sowie der Arteria carotis communis. Zunächst Versuch die Vena jugularis interna zu erhalten. Ab Level III zeigt sich jedoch, dass diese großflächig vom Metastasenkonglomerat infiltriert wird. Daher zunächst kaudales Absetzen und doppeltes Legieren sowie Umstechen des Vena jugularis-Stumpfes. Präparation nach medial sowie kranial. Darstellen des Musculus digastricus. Dieser scheint im Bereich des Venter posterior ebenfalls vom Tumor infiltriert zu sein. Auch der inferior davon gelegene Nervus hypoglossus scheint zunächst in das Metastasenkomglomerat hineinzuziehen. Hier äußerst vorsichtige stumpfe Präparation. Unter Mühen gelingt es letztendlich den Nervenstumpf von der Metastase zu trennen. Der Nerv wird hier im Sinne einer Neurolyse nach kranial verlagert und kann im Verlauf der Operation geschont werden. Die Vena facialis sowie Abgänge derselben müssen ebenfalls durchtrennt und legiert werden. Darstellen der Carotisbifurkation sowie der Arteria carotis interna als auch externa. Sukzessives Lösen des Metastasenkonglomerates, welches auch breitflächig den kaudalen Drüsenpol der Glandula parotidea infiltriert. Hierbei müssen auch Anteile des Mundastes resiziert werden, da dieser mittel- bis langstreckig vom Tumorinfiltrat umhüllt ist. In der Zwischenzeit erfolgt auch das Absetzen des Musculus sternocleidomastoideus am inferioren Rand. Kranial wird der Muskel an seiner Ansatzstelle am Mastoid ebenfalls abgesetzt. Der Nervus accessorius lässt sich unter Mühen vom Metastasenkonglomerat separieren. Das Metastasenkonglomerat kann nach Darstellung sowie Absetzen und Legatur des kranialen Jugularisanteils in toto resiziert werden. Anschließend noch Entwickeln des lateralen Neck-Präparates bis Level V. Hierbei größenteils Schonung der Plexusäste. Am Ende der Operation ergibt sich kein Anhalt für einen Chylusfluss. Anschließend Entwickeln des medialen Neck-Präparates. Sorgfälltige Blutstillung mittels bipolarer Koagulation. Wundspülung mit H2O2 sowie Ringerlösung. Am Ende der Operation trocken Wundverhältnisse. Einbringen einer 10er Redondrainge. Subcutannaht mit Vicryl 4-0 sowie Hautnaht mit Ethilon 5-0. Umlagern des Patienten zur Tracheotomie. Zunächst palpatorisch Indentifikation der Ringknopelebene. Markierung derselben. Anlegen des Hautschnittes in Form eines invertierten T´s ca. 2 cm unterhalt der Ringknopelebene. Scharfes Durchtrennen der Cutis sowie der Subcutis. Darstellen der infrahyoidalen Muskulatur. Darstellen der Linea alba. Eingehen im Bereich der Linea alba und stumpfes zur Seite präparieren der Muskelbäuche. Darstellen des Schilddrüsenisthmus. Unterminieren des selben. Großzügige Koagulation des Schilddrüsenisthmus und Einsetzen der Wundsperrer. Anschließend Identifikation des Knopelzwischenraumes zwischen dem zweiten und dritten Trachealknorpels. Incision der Trachea sowie Präparation eines breitbasiggestilten Björk-Lappens. Anschließend spannungsfrei zirkuläre sukzessive Epithelisierung des Tracheostomas. Dieses gelingt problemlos. Uminnovation auf eine 8er high volume-low pressure-Kanüle. Am Ende des gesamten operativen Eingriffs erneut eingehende Diskussion mit dem Anästhesisten im Sinne eines abschließenden Konsilgesprächs und Beedigung der Operation ohne Komplikationen. 