Nach entsprechender Vorbereitung zunächst Infiltration mit adrenalinhaltigem Lokalanästhetikum im Bereich der späteren Schnitte zur Neck dissection. Steriles Abwaschen und Abdecken. Zunächst Durchführen der Tracheostomie. Umintubation des Patienten. Anschließend erfolgt die transorale Tumorresektion. Dabei wird der gesamte Weichgaumen entfernt. Resektion beginnt am mittleren Tonsillenpol auf der rechten Seite, zieht sich über den Weichgaumen zur Gegenseite bis zum unteren Tonsillenpol. Makroskopisch ist der Tumor nicht gut einsehbar. Nach Entfernen des Resektates wird das komplette Resektat zur schnellschnitthistologischen Aufarbeitung eingeschickt. Hier erweisen sich auf der linken Seite paramedian noch Karzinomausläufer, daher Nachresektion auf der linken Seite, beginnend von paramedian im Bereich des hinteren Gaumenbogens. Diese erweisen sich als schnellschnitthistologisch als tumorfrei. Weiterhin wird ein zusätzlicher Randschnitt vom vorderen Resektionsrand beginnend in der Mitte nach links entnommen. Auch dieser ist schnellschnitthistologisch tumorfrei, sodass insgesamt von einer R0 Resektion auszugehen ist. Anschließend Ausmessen eines Radialislappentransplantates von 4 x 9 cm, welches von <CLINICIAN_NAME> und <CLINICIAN_NAME> präpariert wird. Hebung des radialen Unterarmlappens: Palpatorische Identifikation der distalen A. radialis. Einzeichnen der Lappengrenzen (9 x 4 cm) am distalen Unterarm, proximal des Retinaculum flexorum, mit S-förmig verlaufender Schnittführung nach proximal bis in die Fossa cubiti. Inzision von Cutan- und Subcutangewebe von proximal beginnend. Identifikation und Darstellung des venösen Confluence in der Fossa cubiti. Identifikation der V. cephalica und Präparation der Vene nach distal mit Integration in den radialen Transplantatrand. Identifikation des Ramus externus des N. radialis und Hebung des radialen Anteils unter Belassung des Peritendineums der Sehnen des M. brachioradialis. Anschließend ulnare Inzision bis auf die Unterarmfaszie. Inzision der Faszie und anschließende subfasziale Hebung des ulnaren Transplantatrandes bis zur Sehne des M. flexor carpi radialis. Dabei wird darauf geachtet das Peritendineum auf den Flexorensehnen zu belassen und die A. ulnaris zu schonen. Identifikation der distalen A. radialis und probatorisches Abklemmen mit einer Gefäßklemme. Nach 5 Minuten unter guter pulsoxymetrisch gemessener Sauerstoffsättigung (gemessen am Indexfinger) erfolgt das Absetzen der Gefäße mit anschließender Umstechungsligatur (Prolene 6.0). Sukzessive Ablösung des Lappenstiels vom M. pronator quadratus und M. flexor pollicis longus unter Ligatur der abgehenden Perforatoren mittels Gefäßclip bis in die Fossa cubitalis. Darstellung und Schonung des N. radialis an der medialen Seite des M. brachioradialis. Darstellung der A. brachialis, V. mediana cubiti, A. ulnaris. Zunächst Absetzen der A. radialis, dann von zwei Venen der oberflächlichen Venensystems. Gefäßligatur mittels Umstechungsligatur (Arterie) und Gefäßklipp (Venen). Subtile Blutstillung im Bereich des Wundbettes mittels bipolarer Koagulationspinzette. Zweischichtiger Wundverschluss im Bereich des proximalen Unterarms. Präparation eines spindelförmigen Hautlappens aus der Haut des proximalen Unterarmes, Ausdünnen der Haut und Einnaht in üblicher Art und Weise zur Defektdeckung am distalen Unterarm. Anlage einer Unterarmschiene. Beendigung der Transplantathebung ohne Komplikationen. Nun Durchführen der Neck dissection auf der rechten Seite. Hier wird nach Hautschnitt und Präparation der Halsgefäßnervenscheide die Regionen II bis IV unter Schonung sämtlicher nicht lymphatischer Strukturen ausgeräumt. Einlegen einer Redonsaug-Drainage und zweischichtiger Wundverschluss. Übergang zur Neck dissection der Gegenseite. Hier im Prinzip gleichartiges Vorgehen. Makroskopisch finden sich auf beiden Seiten kein Anhalt für eine Lymphknotenmetastase. Anschließend Skelettieren des N. hypoglossus sowie der A. lingualis, die später zur Anastomosierung verwendet werden wird. Schaffen des Durchbruchs in den Oropharynx im unteren linken Tonsillenbett. Nach Entnahme des Radialislappentransplantates wird dieses durch den Defekt in den Pharynx eingebracht und eingenäht In der Mitte wird der Lappen gedoppelt. Anschließend erfolgt auf der rechten Seite die arterielle Anastomosierung der kräftigen Unterarmarterie an der A. lingualis. Die venösen Anastomosen sind zwei Stück in End-zu-Seit-Manier an die V. jugularis interna. Abschließend Einlegen einer Redon-Saugdrainage sowie einer Drainage-Lasche in üblicher Weise. Zweischichtiger Wundverschluss. Ende der Operation, Übergabe des Patienten an die Anästhesie nach Legen einer transversalen Magensonde, deren korrekter Sitz auskultatorisch bestätigt wird. Fazit: Transorale Weichgaumenresektion bei Weichgaumenkarzinom mit primärer Rekonstruktion der mikrovaskulären anasatomosierten Radialislappentransplantat vom linken Unterarm. Deckung des Defektes am linke Unterarm mit Vollhaut vom gleichseitigen Unterarm arterielle Anastomose an der A. lingualis und zwei End-zu-Seit-Venen an die V. jugularis interna. Passagere Tracheostomie. 