Zunächst Tracheotomie und PEG-Anlage durch <CLINICIAN_NAME>: Kopflagerung in leichter Reklinationslage. Eingehen mit dem Laryngoskop und Aufladen des Sinus piriformes. Eingehen mit dem flexiblen Gastroösophagoskops und Vorspiegeln bis in den Magen. Luftinsufflation in den Magen und Oberkörperhochlagerung um ca. 30 %. Durchführen der positiven Diaphanoskopie. PEG-Anlage in üblicher Art und Weise mittels Fadendurchzugmethode ohne Komplikationen. Nun Umlagerung des Patienten. Einspritzen von Suprarenin. Steriles Abwischen und Abdecken. Horizontale Hautinzision über 2 cm knapp unterhalb des Ringknorpels. Präparation auf die infralaryngeale Muskulatur. Spaltung der infralaryngealen Muskulatur in der Mittellinie und Präparation bis auf den Ringknorpel. Unterminieren des Schilddrüsenisthmus und scharfes Durchtrennen des Isthmus nach bipolarer Koagulation. Identifikation der Tracheavorderwand. Anlage einer Visiertracheotomie im 2. bis 3. Intratrachealspalt. Einlage einer 8er Kanüle nach Epithelisierung des Tracheostomas in üblicher Art und Weise. Sodann Tumorresektion transoral durch <CLINICIAN_NAME>: Einsetzen Mundsperrer. Darstellen des Tumors. Dieser wird mit Abstand von mindestens 1,5 cm allseits umschnitten. Es resultiert eine nahezu komplette Hemiglossektomie. Die Glandula sublingualis wird reseziert, ebenso größere Anteile des Mundbodens und ebenso größere Anteile des Zungengrundes. Das Präparat wird in toto und fadenmarkiert eingeschickt zum Schnellschnitt. Hier alle Ränder im Gesunden. Somit R0-Resektion. Anschließend Neck dissection. Durch den Unterzeichnenden wird zunächst die Neck dissection auf der linken Seite durchgeführt nach sterilem Abwaschen und Infiltration mit Adrenalin-haltigem Lokalanästhetikum. Es folgt zunächst der Hautschnitt entlang der Vorderkante des Musculus sternocleidomastoideus. Präparation des Platysma-Lappens und Fixation in üblicher Weise. Anschließend Skelettieren der Gefäßnervenscheide. Identifikation und Schonung des Nervus hypoglossus und Nervus accessorius. Ausräumen der Regionen II bis IV. Eine kalibrige oder sonst geartete Vena facialis findet sich nicht. Anschließend Ausräumung der Regio I nach Submandibulektomie. Dadurch entsteht bereits ein Defekt nach enoral, wo der Lappen später durchgeführt werden wird. Durchtrennen des Musculus digastricus an seiner Sehne. Anschließend Skelettieren der Arteria thyroidea superior, die später zur Anastomose verwendet werden wird. Anschließend Übergang zur Operation der rechten Seite. Hier im Prinzip gleichartiges Vorgehen. Klinisch manifeste Lymphknotenmetastasen finden sich auf beiden Seiten nicht. Hebung des radialen Unterarmlappens links durch <CLINICIAN_NAME>: Palpatorische Identifikation der distalen A. radialis. Einzeichnen der Lappengrenzen (8 x 6 cm) am distalen Unterarm, proximal des Retinaculum flexorum, mit S-förmig verlaufender Schnittführung nach proximal bis in die Fossa cubiti. Inzision von Cutan- und Subcutangewebe von proximal beginnend. Identifikation und Darstellung des venösen Confluence in der Fossa cubiti. Identifikation der V. cephalica und Präparation der Vene nach distal mit Integration in den radialen Transplantatrand. Identifikation des Ramus externus des N. radialis und Hebung des radialen Anteils unter Belassung des Peritendineums der Sehnen des M. brachioradialis. Anschließend ulnare Inzision bis auf die Unterarmfaszie. Inzision der Faszie und anschließende subfasziale Hebung des ulnaren Transplantatrandes bis zur Sehne des M. flexor carpi radialis. Dabei wird darauf geachtet das Peritendineum auf den Flexorensehnen zu belassen und die A. ulnaris zu schonen. Identifikation der distalen A. radialis und probatorisches Abklemmen mit einer Gefäßklemme. Nach 5 Minuten unter guter pulsoxymetrisch gemessener Sauerstoffsättigung (gemessen am Indexfinger) erfolgt das Absetzen der Gefäße mit anschließender Umstechungsligatur (Prolene 6.0). Sukzessive Ablösung des Lappenstiels vom M. pronator quadratus und M. flexor pollicis longus unter Ligatur der abgehenden Perforatoren mittels Gefäßklipp bis in die Fossa cubitalis. Darstellung und Schonung des N. radialis an der medialen Seite des M. brachioradialis. Darstellung der A. brachialis, V. mediana cubiti, A. ulnaris. Zunächst Absetzen der A. radialis, dann von zwei Venen der oberflächlichen Venensystems. Gefäßligatur mittels Umstechungsligatur (Arterie) und Gefäßklipp (Venen). Subtile Blutstillung im Bereich des Wundbettes mittels bipolarer Koagulationspinzette. Zweischichtiger Wundverschluss im Bereich des proximalen Unterarms. Defektdeckung des Transplantatbettes mit Spalthaut vom rechten Oberschenkel in üblicher Art. Annaht von Präpariertupfern. Anlage eines Wundverbandes und einer Unterarmschiene. Beendigung der Transplantathebung ohne Komplikationen. Nach entsprechender Entnahme des Radialislappentransplantates wird dieses enoral mit Einzelknopfnaht eingenäht und der Stiel durch den Defekt nach außen in den Hals geführt. Die arterielle Anastomose erfolgt dann an der Arteria thyroidea superior. Die venöse Anastomose erfolgt durch eine große Vena cubiti als end-zu-seit-Anastomose an die Vena jugularis interna. Einlage einer Redon-Saug-Drainage sowie einer Easy-flow-Drainage. Wundverband links nach mehrschichtigem Wundverschluss. Vervollständigen der mukokutanen Anastomose im Bereich des Tracheostomas. Umintubation des Patienten. Bei der anschließenden Inspektion des Lappens ist der Lappen vital. Bei Punktion selbst distal kommt arterielles Blut. Ende der Operation. Übergabe des Patienten an die Anästhesie. Patient geht postoperativ zur Überwachung auf die Intensivstation. Bitte Kontrolle des Lappens für ca. 5 Tagen klinisch bzw. mittels Dopplerkontrolle. Ernährung über die eingelegte PEG-Sonde für 7 bis 10 Tage, dann Kostaufbau bzw. Schlucktraining. Antibiose, welche intraoperativ bzw. präoperativ begonnen wurde bitte für 1 Woche fortführen. Postoperativ Vorstellung in der interdisziplinären Tumorkonferenz nach Erhalt der endgültigen Histologie. 