Nach Einleiten der Narkose und Intubation durch die Anästhesie erfolgt zunächst die Mikrolaryngoskopie. Hier lässt sich das verruköse Karzinom der kompletten linken Stimmlippe bestätigen. Rechts ist der Befund im anterioren Drittel der linken Stimmlippe beschränkt. Nun Einstellen mit dem Kleinsasser C-Rohr. Beginn der Resektion mit dem CO2-Laser auf 3 Watt im posterioren Bereich, direkt an der Grenze mit dem Processus vocalis des Aryknorpels. Danach auch teilweise Resektion der Taschenfalte der linken Seite. Die Resektion reicht bis deutlich nach subglottisch. Ungefähr 5 mm vor der anterioren Kommissur wird nun der 1. Teil des Tumorpräparates reseziert. Danach erfolgt die Neueinstellung mit dem Kleinsasser D-Rohr und die Entfernung des restlichen Tumors bis zur anterioren Kommissur. Der Schildknorpel wird von seiner Innenseite mit dem Perichondrium in diesem Bereich mitreseziert. Blutstillung mittels monopolarer Koagulation, mit Hilfe des Zängelchens und des Saugers. Nun Zuwenden zur rechten Seite. Hier zeigt sich ein deutlich weniger exophytischer Aspekt, sondern mehr eine unruhige Schleimhaut, deswegen wird hier eine Teilchordektomie mit Belassen von Teilen des Ligamentums und des Musculus vocalis durchgeführt. Diese reicht ungefähr 8 mm bis nach posterior. Nach kompletter Resektion mit dem Laser erfolgt nun die Schnellschnittdiagnostik. Es werden von der rechten Seite 2 Streifen 1x kranial, 1x kaudal und von der linken Seite 1x anterior, 1x kaudal und 1x posterior entnommen. Auf einen Schnellschnitt im kranialen Bereich wird aufgrund der Mitresektion der Taschenfalte und des daraus resultierenden großen Abstand zum Tumor verzichtet. Die Schnellschnittdiagnostik ergibt eine R0-Resektion. Nach erneuter sorgfältiger Blutstillung Beendigung des Eingriffs ohne Blutungen, ohne Komplikationen. Der Patient soll in der Tumorkonferenz vorgestellt werden und in 8 Wochen eine Kontroll-Mikrolaryngoskopie bekommen. Zusätzlich soll darauf geachtet werden, im Fall einer Synechie der vorderen Kommissur, auch eine Dacron-Folie oder Keel-Anlage durchzuführen. 