Nach aktiver Patientenidentifikation erfolgt das Einschleusen des Patienten in den Operationssaal. Durchführen des Team-time-outs. Einleitendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Einleiten der Narkose. Übergehen zur Tracheoskopie: Problemloses Passieren der reizlosen Glottis und Eingehen nach endotracheal. Hier zeigen sich bis zur Trachealbifurkation allseits unauffällige Schleimhautverhältnisse. Intubation des Patienten. Übergehen zur Ösophagogastroskopie: Einführen des Endoskopes unter Sicht sowie ständiger Luftinsufflation bis in den Magen. Insufflation desselben. Hier zeigt sich ein allseits reizloses typisches Magenschleimhautrelief. Vereinzelt zeigen sich breitbasig aufsitzende kleine Polypen im Bereich der großen Kurvatur. Eingehen in Inversion und Inspektion des gastroösophagealen Überganges. Dieser erscheint refluxartig verändert zu sein. Nach Desufflation langsames Zurückziehen des Endoskopes unter zirkulärer Inspektion aller Ösophagusabschnitte. Hier zeigen sich vor allem im Bereich des distalen als auch des zervikalen Anteils leukoplakisch anmutende Schleimhautveränderungen, welche sich nicht wegspülen lassen. Sowohl die Magenpolypen als auch die Ösophagusbefunde sollten im Intervall gastroenterologisch kontrolliert werden. Anschließend Einsetzen des Zahnschutzes und Eingehen mit dem Kleinsasserrohr der Größe C. Einstellen des Endolarynx. Hier allseits unauffällige Schleimhautverhältnisse. Eingehen in den Sinus piriformis auf beiden Seiten. Dieser ist von allseits glatter Schleimhaut ausgekleidet und lässt sich bis zur Sinus piriformis-Spitze frei einsehen. Auch postkrikoidal sowie im Bereich des Ösophaguseinganges ergibt sich kein Anhalt für ein tumoröses Geschehen. Einstellen des vorbeschriebenen Befundes mithilfe des McIvor-Mundspatels. Hier zeigt sich die exophytisch wachsende Raumforderung im Bereich des linken Weichgaumens. Die Haupttumormasse scheint hierbei an der Velumrückfläche lokalisiert zu sein. Nach medial erstreckt sich das Tumorwachstum über die Rückfläche über die Uvulabasis hinweg bis zur rechten Gegenseite und erreicht dort lediglich den vorderen Gaumenbogen. Nach links lateral reicht die Tumorausdehnung makroskopisch bis an den oberen Tonsillenpol heran. Anlegen der Velotractio in typischer Art und Weise und Inspektion der Velumrückfläche. Die Tuben erscheinen beidseits frei. Die Tumorausdehnung erstreckt sich auf der Velumrückfläche nicht sehr weit nach kranial. Daher Entschluss zur Tumorresektion. Da der Tumor makroskopisch an der Uvularückfläche bis zur rechten Gegenseite wächst, wird der Entschluss gefasst, die Uvula komplett zu resezieren. Beginn parauvulär rechts und Resektion des Tumors mit der elektrischen Nadel sowie der spitzen Schere. Der Tumor lässt sich so gut exponieren und makroskopisch in sano resezieren. Im Bereich des vorderen Gaumenbogens auf der linken Seite wird bei makroskopisch knapper in sano-Resektion ein Nachresektat entnommen. Das Hauptpräparat wird an der korrespondierenden Stelle fadenmarkiert. Zudem Entnahme einer Biopsie im Bereich der linken kaudalen Tonsillenloge. Hier erscheint die Schleimhaut ebenfalls leukoplakisch verändert zu sein. Blutstillung mittels bipolarer Koagulation sowie Einlage von H2O2-getränkten Kugeltupfern. Bei trockenem Wundbett wird die Operation komplikationslos beendet. Abschließendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Aufgrund des mittellinienüberschreitenden Wachstums ist eine Neck-dissection beidseits im Rahmen des stationären Aufenthaltes zu planen. Auf die Anlage einer PEG-Ernährungssonde wurde vorerst bewusst verzichtet. 