Zunächst Pharyngoskopie und Laryngoskopie: Einschieben des Kleinsasser-Rohres mittlerer Größe. Es zeigt sich der deutlich exophytische Tumor, welcher die Epiglottis zu etwas 75 % aufgebraucht hat, der Tumor verläuft über die Aryfalte auf die mediale vordere und seitliche Wand im Bereich Sinus piriformis bzw. Pharynxseitenwand. Tumor scheint nicht optimal verschieblich, insbesondere im Bereich der Vallecula, wo ebenso eine Infiltration erkennbar ist, bei Ulcus tieferes Wachstum wahrscheinlich. Zungengrund ist nicht befallen. Im Zusammenschau mit dem CT, wo eine Infiltration des präepiglottischen Raumes bis zum Zungenbein beschrieben ist und der Nähe des Tumors zu Gefäßen Lymphknotenmetastasen. Entschluss zum Vorgehen primär von außen nach Besprechung des Befundes mit <CLINICIAN_NAME>. PEG-Anlage (<CLINICIAN_NAME>, <CLINICIAN_NAME>): Einführen des Ösophagoskopes in typischer Weise. Vorschieben in den Magen, dort nach Herstellung einer Diaphanoskopie problemlose Einlage einer 9er-Bauchwandsonde in typischer Weise. Fixieren dieser. Sodann steriles Abdecken, Einspritzen von insgeasmt 12 ml Xylocain 1 % mit Arenalin im Bereich der Halsseite beidseits. Sodann Anzeichnen eines Platysmalappens für eine evtl. Defektdeckung bei Pharynxwandbefall. Sodann Hebung eines Schürzenlappens subplatysmal unter Einschluss des zu hebenden Platysmalappens. Platysmalappen wird in seiner Hautinsel präpariert und von der Halshaut unter Einschluss des Subkutangewebes abgehoben. Präparation wird jedoch nicht bis zum Kinn durchgeführt, dies soll erst bei der endgültigen Lappeneinnaht passieren. Präparation des Schürzenlappens bis in Höhe Zungenbein und Glandula submandibularis beidseits. Sodann folgt die radikalel Neck dissection rechts: Es zeigt sich rechts ein großes Lymphknotenpaket. Dieses ist schwer vom Musculus sternocleidomastoideus zu trennen, sodass hier der Muskel teilweise mitreseziert wird. Eine eigentliche Infiltration ist jedoch nicht erkennbar. Darstellung Musculus digastricus, Musculus omohyoideus. Darstellung Vena jugularis interna. Diese erscheint nach Abpräparation einiger Lymphknoten im mittleren Bereich deutlich infiltriert. Darstellung Nervus vagus, Nervus accessorius und Arteria carotis interna sowie externa. Darstellung Nervus hypoglossus. Dieser kann mit etwas Mühe vom Lymphknotenkonglomerat abpräpariert werden. Infiltrierte Vena jugularis interna wird reseziert im mittleren Bereich und kranial und kaudal doppelt ligiert. Anschließend Entwickeln des gesamten Lymphknotenkonglomerats mitsamt des dorsalen Neck-Präparates wobei auch einige Äste des Plexus zervikalis im Konglomerat eingebacken sind und daher mitreseziert werden müssen. Die wichtigsten Äste unter Einschluss des Nervus phrenicus können jedoch erhalten bleiben. Anschließend noch Entwickeln des anterioren Neck-Präparates unter Ligatur der Arteria thyroidea superior. Sodann noch modifiziert radikale Neck dissection links: Darstellung des Musculus omohyoideus und Digastricus wie auf der Gegenseiten. Mitnahme der Glandula submandibularis-Kapsel wie auf der Gegenseite. Dorsales Neck-Präparat wird entwickelt unter Darstellung Vena jugularis interna, Arteria carotis, Nervus vagus, Nervus accessorius. Entfernung erfolgt unter Erhalt sämtlicher Plexus cervicalis Strukturen. Anschließend Entwickeln des anterioren Neck-Präparates wie auf der Gegenseite. Arteria thyroidea superior wird erhalten. Nervus hypoglossus wird auch dargestellt und erhalten. Sodann Tumorresektion: Abtrennen der suprahyoidalen Muskulatur von rechts bis nach paramedian links. Darstellung Zungenbein. Darstellung ..................... superior. Ablösung Musculus constrictor pharyngis. Sämtliches Weichteilgewebe hinter dem Zungenbein bis zum Larynx wird mitreseziert. Eingehen in den Larynx paramedian links. Darstellung der Epiglottis. Nach Umschneiden des Tumors mit Sicherheitsabstand von mindestens 1-1,5 cm Sicherheitsabstand allseits. Hierbei wird ein Teil der Pharynxwand links bis zur Mitte der Seitenwand sowie der gesamte supraglottische Bereich unter Einschluss beider aryepiglottischen Falten unter Belassung des Schildknorpels entfernt. Vallecula und kaudalste Zungengrundanteile werden mit reseziert. Tumor deutlich im Gesunden entfernt. Tumor wird fadenmarkiert. Es werden noch Randproben aus dem Arybereich sowie eine Nachresektion im Zungengrundbereich und eine Randprobe im Zungengrundbereich entnommen. Die Randproben und das markierte Tumorpräparat gehen zur Schnellschnittbefundung. Tumor im Gesunden am Präoparat entfernt, ebenso Randproben tumorfrei. Somit R0-Resektion. Es folgt nun die Komplette Spülung des gesamten Wundgebietes mit H202 und Ringerlösung und sorlgfältige Blutstillung. Die Arteria lingualis wird auf der rechten Seite prophylaktisch aufgesucht und ligiert sowie durchtrennt. Somit auf der Tumorseite Arteria lingualis und thyroidea superior ligiert und durchtrennt. Nervus laryngeus superior wird auf beiden Seiten erhalten. Rekonstruktion erfolgt wie nach Alonso-Resektion. Die hinteren dorsalen Pharynxwandbereiche werden links und vor allem auch rechts mittels 3.0 Einzelknopf-Vircyl-Nähte adaptiert, sodass zum Schildknorpel hin noch der Defekt übrig bleibt. Der Sinus piriformis-Eingang ist erhalten. Aryknorpel liegt auf der rechten Seite frei. Weichteile weitgehend bis zum Schildknorpel nach vorne entfernt. Anschließend erfolgt die Annaht des Schildknorpels mit mehreren Vicryl 0-Nähten, sodass der Schildknorpel unter dem Zungenbein zu liegen kommt. Hierdurch stabiler kompletter Verschluss des Defektes. Anschließend wir die infrahyoidale Muskulatlur wieder an das Zungenbein vernäht. Vor der Tumorresektion war auch noch eine Anlage eines Tracheostomas erfolgt. Hierbei wurde in typischer Weise der Schilddrüsenisthmus dargestellt, unterfahren, abgeklemmt und mittels durch Stichligaturen versorgt. Anschließend wurde im 2./3. Zwischenknorpelraum ein virsierlappenartiger Björk-Lappen angelegt und epithelisiert. Sodann erfolgte die Umintubation und Einlage eines Laryngektomie-Tubus. Sodann nochmals Spülugn des Wundgebiets mit H202 und Ringer-Lösung und sorgfältige Blutstillung. Anschließend schichtweiser Wundverschluss unter Epithelisierung des Tracheostomas und Wiedereinnaht der Hautinsel des Platysmalappens. Beidseits wurde jeweils eine Redondrainage eingelegt. Abschließend Umintubation und Einlage einer 7er-Trachealkanüle. Patient hat intraoperativ Unacid 3 g i.v. erhalten. Diese Antibiose bitte eine Woche fortsetzen. Patient bitte über PEG ernähren für 7-10 Tage. Danach ggf. Breischluck und Kostaufbau. Patient geht postoperativ zur Überwachung auf die Intensivstation. 