Einleitendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Intubation der Patientin. Es erfolgt das Einstellen der Supraglottis mit dem Kleinsasserrohr. Hier zeigt sich an der Basis der Epiglottis, am Übergang zur Vallecula, ein durchgreifender Defekt. Die gesamte Innenfläche der Epiglottis ist von einem exophytischen Tumor befallen, welcher hier die rechte Seite etwas bevorzugt einnimmt, aber deutlich die Mittellinie überschreitet. Hinzunehmen der Stützautoskopie und Wechseln auf ein Spreizlaryngoskop. Der Tumor lässt sich damit einigermaßen gut exponieren. Es erfolgt nun die zirkuläre Resektion mit dem CO2-Laser. Aufgrund leicht eingeschränkter Übersicht muss hier die Position des Spreizlaryngoskops einmal während dem Operationsverlauf verändert werden. Die Resektion erstreckt sich über die aryepiglottische Falte der rechten Seite bis in die Vallecula und das prälaryngeale Fett auf beiden Seiten. Der Aryknorpel auf der rechten Seite wird an der Innenseite skelettiert. Auf der linken Seite bleibt der Ary komplett schleimhautbedeckt und unangetastet. Aufgrund eines nicht auszuschließenden Befall des Absetzungsrandes am rechten Ary musste hier im Operationsverlauf eine Nachresektion erfolgen, welche ebenfalls zur endgültigen Histobefundung eingeschickt wird, wie auch das Hauptpräparat. Die Absetzungsränder erscheinen makroskopisch allesamt frei. Der Absetzungsrand kaudal bezieht sich auf die Taschenfalte der linken Seite über die Kommissur zur Taschenfalte auf der rechten Seite. Die Taschenfalten sind aber zu 95% erhalten. Entnahme von Absetzungsrandproben im kaudalen Absetzungsbereich sowie nach vorne zum präepiglottischen Fett. Sämtliche Absetzungsrandpräparate gehen zur Schnellschnittdiagnostik. Hier lautet die intraoperative Befundübermittlung, dass sich im Absetzungsrand der Taschenfalte der rechten Seite sowie im Bereich der Kommissur der Taschenfalten hochgradige Dysplasien zeigen,weshalb hier die Pathologen eine Nachresektion empfehlen würden. Dies geschieht problemlos, nach nochmaligem Einsetzen des Spreizlaryngoskops mit dem CO2-Laser. Die nun erneut entnommenen Randproben gehen zur endgültigen histopathologischen Befundung. Bei trockenen Wundverhältnissen Entnahme des Spreizlaryngoskops und der Stützautoskopie. Umlagern der Patientin zur Neck dissection. Zunächst Einspritzen von Lokalanästhetikum mit Adrenalin. Anschließend Hautschnitt zunächst auf der rechten Seite am Vorderrand des M. sternocleidomastoideus. Die Präparation erfolgt subkutan weit nach ventral, nachdem sich hier eine atheromartige Veränderung zeigt. Dieses Atherom wird aus dem subkutanen Gewebe von innen herausgelösts. Eine winzige Hautverletzung wird primär mit einem Faden wundversorgt. Anschließend schichtweise Präparation in die Tiefe. Darstellen und Durchtrennen des Platysmas. Darstellen des Vorderrandes des M. sternocleidomastoideus. Darstellen des M. omohyoideus. Darstellen des hinteren Bauchs des M. digaster. Darstellen der Drüsenkapsel der Glandula submandibularis. Anschließend zeigt sich bei der Begutachtung ein Lymphknotenkonglomerat weit kaudal sowie eines im Bereich des Venenwinkels. Beide Lymphknotenkonglomerate werden nach Darstellen der Halsgefäßscheide nach lateral von dieser herunterpräpariert. Die Darstellung der Halsgefäßscheide beinhaltet die Schonung des N. vagus sowie sämtlicher Gefäßstrukturen. Verlagerung und am Ende der OP Neueinbettung des N. vagus im Sinne einer Neurolyse. Nachdem die Lymphknotenkonglomerate nach lateral von der Vene herunterpräpariert worden waren, nun Herauslösen des lateralen Neck-Präparates mit sämtlichen gut tastbaren Knoten. Dies erfolgt unter Schonung des N. accessorius. Der N. hypoglossus, N. accessorius werden im Sinne einer Neurolyse aus ihrem Bett gehoben und nach Verlagerung neu eingebettet. Ebenfalls Ausräumen des Accessorius- Dreiecks. Ausräumen des Hypoglossus-Dreiecks sowie Entwickeln des vorderen Neck-Präparates. Hierbei ebenfalls Schonung sämtlicher Abgänge der V. jugularis interna und Carotis externa. Das Präparat geht zusammen zur Befundung. Zweischichtiger Wundverschluss. Einlegen einer Redondrainage. Anlegen eines Druckverbands. Umlagerung zur Neck dissection auf der linken Seite. Hier zeigt sich ein cN0-Halsstatus. Somit Hautschnitt entlang des Vorderrandes des M. sternocleidomastoideus. Präparation in die Tiefe. Durchtrennen des Platysmas. Auch hier Darstellen sämtlicher Landmarken mit dem M. omohyoideus, dem M. digaster und der Glandula submandibularis. Darstellen und Eröffnen der Halsgefäßscheide. Langstreckige Präparation des N. vagus, des N. hypoglossus sowie des N. accessorius. Sämtliche Nerven werden im Sinne einer Neurolyse aus ihrem Bett gehoben und neu eingebettet. Auslösen des Accessorius-Dreiecks und Entwickeln des gesamten lateralen Neck-Präaprates. Ebenfalls Auslösen des Hypoglossus-Dreiecks und anschließend Entwickeln des gesamten vorderen Neck-Präparates. Auch hier erfolgt die Präparation unter Schonung sämtlicher Äste der V. jugularis interna sowie Carotis externa. Vergrößerte Lymphknoten zeigen sich nicht. Das gesamte Präparat geht ebenfalls zur histopathologischen Begutachtung. Einsetzen einer Redondrainage. Zweischichtiger Wundverschluss. Anlegen eines Druckverbands. Insgesamt resultiert auf beiden Seiten eine selektive Neck dissection von fünf Leveln. Aufgrund des Ausmaßes der Resektion endolaryngeal und der möglicherweise zu erwartenden Schluckproblematik Entschluss zur Tracheotomie der Patientin. Dies erfolgt ebenfalls nach Einspritzen von Lokalanästhetikum mit Adrenalin prätracheal. Quere Hautinzision und schichtweise Präparation in die Tiefe. Darstellen der prälaryngealen und infralaryngealen Muskulatur. Diese wird in der Mitte separiert. Darstellen des Schilddrüsen-Isthmus. Dieser wird auf beiden Seiten abgeklemmt, durchtrennt und unterbunden. Darstellen der Tracheavorderfläche. Anschließend Öffnen der Trachea zwischen der 2. und 3. Knorpelspange. Präparation des Björklappens. Anschließend zirkuläres Einnähen des Tracheostomas mit mehreren Haltenähten. Einsetzen einer Trachealkanüle. Abschließendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. 