Zunächst Pharyngoskopie und Laryngoskopie: Nach Reklination des Kopfes und Einlegen des Zahnschutzes Einlegen des Kleinsasserrohrs Größe C und B. Es zeigt sich der beschrieben Tumor, vormals als cT1 beschrieben, im Bereich Übergang Glossoalveolarfurche/Zungengrund. Tumor ist exulzeriert. Bei der weiteren Untersuchung zeigt sich eine unruhige Schleimhaut im Bereich Vallecula Übergang linguale Epiglottis. Hier erfolgt Probe, welche zum Schnellschnitt geht. Schnellschnitt zeigt Plattenepithelkarzinom. Somit etwas ausgedehnteres Wachstum als bekannt. Nun Einstellen des Tumors. Laserresektion mit 4 bis 12 Watt. Resektion erfolgt nun um den Tumor herum mit Sicherheitsabstand von mindestens 1 cm allseits. Resektion geht von der lateralen Pharynxwand über den Zungengrund auf den Vallecula-Bereich nach links bis mikroskopisch gesunde Schleimhaut erscheint. Nach lateral geht die Resektion in den Pharynx-Muskel. Hier zeigt sich deutlich infiltratives Wachstum, sodass die Weichteile, vor allem im Zungengrund, tiefer reseziert werden müssen. Resektion reicht bis Zungenbein. Nach kaudal reicht die Resektion bis in den Sinus piriformes. Nach lateral bis an den Rand der Vallecula links, sie umfasst auch den gesamten Teil der lingualen Schleimhaut der Epiglottis sowie den kaudalen Zungengrund. Das Präparat geht fadenmarkiert zum Schnellschnitt. Es zeigen sich noch Infiltrate nach kaudal in Richtung Sinus piriformes und nach links lateral in Richtung Vallecula. Nach Rücksprache mit den Pathologen keine Tumorinfiltrate. Zugleich entnommene Randprobe am Zungengrund war unauffällig, ebenso entnommene Schleimhaut an der lingualen Epiglottis links. Somit noch Tumorinfiltrate der Randprobe Vallecula links lateral, welche fadenmarkiert war und der Randprobe Sinus piriformes kaudal und nach Beurteilung des Tumorpräparates nach lateral in Richtung Pharynxwand. Es erfolgt daher nochmals eine ausgedehnte Nachresektion des Schleimhautgewebes von der Vallecula links bis zur Pharynxwand links. Anschließend Entnahme einer Randprobe am Übergang Epiglottis, Pharynxwand links, welche ebenfalls fadenmarkiert zum Schnellschnitt geht. Hier keine Infiltrate mehr. Anschließend erfolgt Einsetzen des Tonsillensperrers und die ausgedehnte Nachresektion vom Zungengrund über die Tonsillenloge nach lateral bis zum Gaumenbogen reichend. Hier wird ein mindestens 1 bis 1,5 cm großer Schleimhautstreifen nachreseziert. Danach eine Randprobe lateral, welche fadenmarkiert ist. Diese Randprobe ist ebenfalls tumorfrei. Anschließend erfolgt ein Nachresektat aus dem kaudalen Bereich bzw. dem Sinus piriformes, mindestens 1 bis 1,5 cm breit. Danach eine Randprobe aus dem kaudalen Bereich bzw. Sinus piriformes. Diese zeigt im Schnellschnitt Tumorinfiltrate, wobei der Tumor nicht in der Schleimhaut, sondern in der darunterliegenden Muskelschicht wächst. Randprobe rechts basal war tumorfrei. Insgesamt ergibt sich das Bild eines sehr ausgedehnten, flächenartig wachsenden G3 Plattenepithelkarzinoms, welches in die Weichteile nach vorne in Richtung Zungenbein gewachsen ist und insbesondere die Schleimhaut unterminierend nach kaudal in den Sinus piriformes gewachsen ist und hier nicht R0 reseziert werden kann von transoral. Insgesamt V.a. tapetenartiges bzw. mosaikartiges, flächiges Wachstum. Aufgrund der Gesamtsituation zunächst Indikation zur Tracheotomie. Diese wird durch <CLINICIAN_NAME> und <CLINICIAN_NAME> durchgeführt. (<CLINICIAN_NAME>) Tracheotomie: Nun Übergang zur Tracheotomie. Dafür Einspritzen von Lokalanästhetikum und steriles Abdecken in üblicher Art und Weise. Anschließend Anzeichnen der wichtigen Landmarken und Setzen der Hautinzision knapp unterhalb des Ringknorpels. Präparation unter bipolarer Koagulation durch das kutane Fettgewebe. Darstellung der geraden Halsmuskulatur und Durchtrennung in der Linea alba. Abschieben der Muskulatur nach lateral. Anschließend weiteres vorsichtiges Präparieren auf den Ringknorpel. Dieses gelingt gut. Nun Unterminieren des Schilddrüsenisthmus und ausführliche Koagulation des Isthmus und sorgfältiges Durchtrennen desselben. Darstellung des Ringknorpels und der Trachea. Dieses gelingt ebenfalls gut. Daher nun Inzision zwischen 2. und 3. Trachealspange und Annaht der Haut kranial und kaudal. Anschließend vorsichtiges Zurückziehen des Tubus und Einführen der Trachealkanüle. Dieses gelingt ohne weitere Probleme. Somit Entfernen des Tubus in üblicher Art und Weise. Anschließend erneute Inspektion des Oropharynx und ausführliche Koagulation im Resektionsgebiet durch <CLINICIAN_NAME> und <CLINICIAN_NAME>. Letztendlich können viele, vereinzelte Blutungen noch gestillt werden. Beendigung des Eingriffs ohne Blutung, ohne Komplikationen. Beendigung des Eingriffs ohne Komplikationen. Patient geht postoperativ zur Überwachung auf die Intensivstation. Insgesamt sehr ausgedehntes, vor allem flächiges und schleimhautunterminierendes Wachstum, teils auch in die Weichteile gehend, eines G3 Plattenepithelkarzinoms. Aufgrund der Gesamtsituation ist es sehr fraglich, ob eine ausgedehnte Operation, insbesondere von außen, sinnvoll ist, da hierbei der ganze Hypopharynx fallen kann und eine Lappenplastik mit resultierender, signifikanter Schluckstörung entstehen kann. Schluckstörung durch die ausgedehnte Laserresektion sowieso vorprogrammiert, daher Tracheotomie. Im Intervall sollte nach ca. 10 bis 14 Tagen die Neck dissection erfolgen, welche nun aufgrund der Anresektion des Pharynx von innen nicht mehr durchgeführt wurde. Abschließend, nach Durchführung der Neck dissection, Indikation zur Radiochemotherapie. 