Nach Einleiten der Narkose erfolgt zunächst die Tracheoskopie mit der 0 Grad-Optik. Dabei zeigt sich subglottisch eine Vorwölbung eines Trachealknorpels mit einer leichten Verengung des Tracheallumens um ca. 20 %. Die Schleimhaut zeigt sich aber reizlos. Nun orotracheale Intubation durch den Operateur. Danach Vorgehen zur flexiblen Ösophagogastroskopie. Hier allseits unauffällige Schleimhautverhältnisse, auch im Kardiabereich nach Inversion und im Pylorusbereich. Beim Zurückziehen des Endoskops keine weiteren Auffälligkeiten des Ösophagus. Nun Vorgehen zur Panendoskopie. Es zeigen sich, außer dem im nach hinein beschriebenen Tumor, keine weiteren Auffälligkeiten im gesamten Oropharynx-, Hypopharynx- und Larynxbereich. Der Tumor selbst ist eine deutlich unruhige Schleimhautregion mit Erhabung und leicht exophytischen Aspekt im Bereich der linken Taschenfalte, welche über den Sinus morgagni auch die Oberseite der linken Stimmlippe in ihrem zentralen Bereich betrifft. Der anteriore Bereich und auch die anteriore Kommissur sind tumorfrei. Die freie aryepiglottische Falte wird nicht betroffen, der Tumor wächst aber im hinteren Teil der Taschenfalte in die Aryregion rüber und auch die Stimmlippe scheint im Bereich des Processus vocalis relativ unruhig. Nun mehrmaliges Hinzuziehen von <CLINICIAN_NAME> und <CLINICIAN_NAME>, welche letztendlich die Durchführung der Laserresektion mit Schnellschnittuntersuchungen indizieren. Nun wird mit dem CO2-Laser auf 3 Watt continuous mode zunächst der anteriore Teil eingestellt und hier die linke Taschenfalte reseziert. Danach wird auch der anteriore Teil der linken Stimmlippe in ihrem oberen Teil bis zum freien Rand mit dem Laser reseziert. Das Stimmband kann bei einem relativ oberflächlichen Befund erhalten werden und auch der Musculus vocalis. Nun Einstellen der posterioren Seite. Hier reicht die Resektion über die Taschenfalte bis zur freien aryepiglottischen Falte rüber und dann nach medial über den Aryknorpel bis fast zur Interaryregion, ohne diese zu betreten. Auch hier zeigt sich der Befund deutlich oberflächlich und der Aryknorpel selbst kann erhalten werden. Nun wird, obwohl klinisch kein Verdacht besteht, dass die Raumforderung in die Tiefe zieht, im supraglottischen Bereich entsprechend der Taschenfalte der Wundgrund noch mal nachreseziert, weil im CT der Verdacht besteht, dass der Tumor in diesem Bereich tiefer ist. Zwischendurch immer wieder Koagulation mit dem Zängelchen und monopolarer Koagulation. Am Ende wird nun die Schnellschnittdiagnostik durchgeführt. Es werden 6 Schnellschnitte entnommen von der freien Glottiskante über die Aryregion, im Wundgrund entlang der Taschenfalte, noch mal die Taschenfalte anterior und im anterioren Kommissurbereich. Alle Schnellschnitte werden als tumorfrei befundet. Lediglich im Bereich der Aryregion wird mit leichter Dysplasie entfernt. Deswegen wird in diesem Bereich noch ein kleiner Streifen nachgeschnitten. Zwischendurch sorgfältige Blutstillung mit Anlage von Supra-Tupfern. Anlage einer Ernährungssonde, welche 7 Tage belassen werden sollte. Intraoperative Gabe von 3 g Unacid, welches für 24 Stunden weiter gegeben werden sollte und 250 mg SDH Single-shot. Fazit: cT2 ycN0 supraglottisches Larynxkarzinom mit Befall des Sinus morgagni und der Stimmlippe auf der linken Seite. Im Schnellschnitt R0-Resektion. Weiteres Vorgehen nach Erhalt der endgültigen Histologie, wobei in der Tumorkonferenz besprochen werden sollte, ob auf eine erneute Neck dissection bei ycN0 Halsstatus und Vorbehandlung des Patienten verzichtet werden kann. 