Verbringen der Patientin in den Zentral-OP (Saal 13). Einleitendes konsiliarisches Gespräch mit den Kollegen der Anästhesie und Einleitung der Intubationsnarkose durch die Kollegen. Intubation mit einem 8er Woodbridge-Tubus. Beginn der Operation mittels flexibler Gastroösophagoskopie durch <CLINICIAN_NAME>. Vorsichtiges Vorspiegeln bis in den Magen und Luftinsufflation. Versuch der Durchführung einer Diaphanoskopie, welche nicht gelingt. Nun Absaugen von Luft und vorsichtiges Zurückspiegeln durch den Ösophagus während Luftinsufflation. Fazit: Aufgrund der negativen Diaphanoskopie wird auf eine PEG-Anlage verzichtet. Nun Einstellen des Tumors mit dem Kleinsasser-Rohr Größe C. Es zeigt sich im Bereich der rechten Oropharynxseitenwand eine ulzeröse Raumforderung, die in den rechtsseitigen Zungengrund übergeht. Nach kranial zieht diese Raumforderung bis zum vorderen Gaumenbogen. Die weiteren Schleimhautareale sind nicht suspekt. Nun Einsetzen des Tors-Mundsperrers. Exposition des Tumors und andocken der Roboterarme in üblicher Art und Weise. Es wird die 0°-Optik verwendet. Nun Beginn der Tumorinzision nach Rücksprache der Resektionsgrenzen mit <CLINICIAN_NAME>. Am kranialen Rand mit genügend Sicherheitsabstand (über 1 cm) wird im Bereich des vorderen Gaumenbogens der Tumor abgesetzt. Vorsichtiges Medialisieren der Tumorpräparates und Dissektion mittels Elektrokoagulation in die parapharyngeale Muskulatur. Hierbei wird ständig darauf geachtet, einen genügenden Sicherheitsabstand zum Tumor zu halten. Nach lateral zeigt sich das paraphayngeale Fett. Nun auch Resektion im Bereich des Zungengrundes mit ausreichendem Sicherheitsabstand. Das Tumorresektat kann nun auch von der Oropharynxhinterwand abgelöst werden. Fadenmarkierung des Präparates und Einsenden zur Schnellschnittdiagnostik sowie großzügige Nachresektion im Bereich des vorderen Gaumenbogens von parauvulär bis zum Alveolarkamm. Beide Präparate werden faden- und nadelmarkiert auf einer Korkplatte zur histologischen Schnellschnittuntersuchung gebracht. Nach Rücksprache mit dem Pathologen besteht im Hauptpräparat eine R0-Resektion nach kranial (parauvulär nur knapp im Gesunden), im Nachresektat keine weiteren Tumorzellen. Fazit: Es ist nun definitiv von einer R0 Situation auszugehen mit allseits weitreichendem Sicherheitsabstand. Es erfolgt die subtile Blutstillung mittels bipolare Koagulationspinzette. Da keine größeren Blutungen bestehen, wird auf eine Schutztracheotomie verzichtet. Beendigung der Operation ohne Komplikationen. Zusammenfassung: Es erfolgte die enorale roboterassistierte Tumorresektion eines T2 N1 Oropharynxkarzinoms auf der rechten Seite mit in der Schnellschnittdiagnostik bestätigten R0 Resektion. Auf eine PEG-Anlage musste aufgrund einer negativer Diaphanoskopie verzichtet werden. 