Einleitung der Narkose und Intubation durch die Kollegen der Anästhesie, dann Einsetzen des Spandex und eines bezogenen Wundsperrers und Inspektion und Palpation der Tumorregion. Inspektorisch erscheint der Tumor relativ oberflächlich, aber palpatorisch geht der Tumor bis zur Mittellinie in die Zungenmuskulatur und auch in die tiefe Zungenmuskulatur hinein. Intraoperativ Hinzuziehen von <CLINICIAN_NAME> und Demonstration des Befundes. Es wird deutlich, dass nach der Tumorresektion eine Defektdeckung mittels freiem Transpalantat notwendig wird, daher wird Entschieden, an diesem Tag nur die Tumorresektion durchzuführen und die Defektdeckung mittels freien Radialistransplantat und Neck dissection in einem zweizeitigen Eingriff durchzuführen. Eine präoperative Planung diesbezüglich war wegen fehlender Compliance des Patienten leider nicht möglich. Nun Einstellen des Diodenlasers zunächst auf 20 Watt und Umschneiden der Tumorregion zunächst am oberen Rand der Zunge. Im Verlauf der Operation muss die Wattzahl auf 30 erhöht werden. Partiell wird bei der Tumorresektion auf eine monopolare Nadel gewechselt. Letztlich gelingt es den Tumor komplett mit einem Sicherheitsabstand von 1 cm zu bergen. Das gesamte Präparat geht auf Kork gesteckt zum Schnellschnitt, alle Ränder inklusive der tiefen Absetzungsränder sind karzinomfrei. Am Absetzungsrand des Mundbodens befindet sich noch Carcinoma in situ, daher wird hier ein Nachresektat entnommen und eine Randprobe, die nochmals zum Schnellschnitt geht. Entgültig alle Ränder R0. Am dorsalen Absetzungsrand im Mundboden höhergradige Dysplasien, daher wird hier ein Nachresektat entnommen und eine Randprobe, die aber endgültig zur Histologie eingeschickt werden ohne Schnellschnitt. Insgesamt im Schnellschnitt alle Ränder R0. Blutstillung mit bipolarer Koagulation und Beendigung des Eingriffs ohne Komplikationen. Bitte zügig die Transplantatdeckung planen mittels Radialistransplantat und Neck dissection. Hierfür muss ein Tagespunkt reserviert werden. Es ist in diesem Fall auch möglich die Operation an einem Dienstag, Mittwoch oder Freitag durchzuführen, wenn die vorreservierten Lappentermine schon besetzt sind. Umlagern des Patienten zur Tracheotomie in Kopfreklinationslage durch den Operateur. Einspritzen von Suprarenin unterhalb des Ringknorpels ( 8 ml ). Steriles Abjodieren und Abdecken des Patienten. Hautinzision 1/2 cm unterhalb des Ringknorpels ( horizontal ). Bipolare Koagulation der oberflächlichen Venen. Spreizende Präparation der infrahyalen Muskulatur und vertikale Inzision. Die infrahyale Muskulatur zu beiden Seiten nach lateral gedrängt und der Ringknorpel dargestellt. Darstellen des Schilddrüsen-Isthmus und Unterminieren des Schilddrüsen-Isthmus mit einer Klemme. Bipolare Koagulation des Isthmus und schrittweises scharfes Durchtrennen. Abschieben der Schilddrüsenlappen von der Trachea und bipolare Koagulation bis völlige Wundtrockenheit herrscht. Identifikation der Inzisionsstelle zwischen dem 2. und dem 3. Trachealring. Scharfe Inzision der Trachea nach Aufsättigen des Patienten. Visiertracheotomie. Annaht des Tracheostomas zuerst am unteren, dann am oberen Teil im Sinne eines epithelisierten Tracheostomas. Entfernen des Tubus und Einführen einer 8er Trachealkanüle. Beendigung der Tracheotomie ohne Komplikationen. 