Nach Einleiten der Narkose durch die Kollegen der Anästhesie erfolgt die starre Tracheoskopie durch <CLINICIAN_NAME>. Hierbei zeigen sich allseits unauffällige Schleimhautverhältnisse bis zur Trachealbifurkation. Anschließend Intubation des Patienten durch die Kollegen der Anästhesie. Beginn mit der Ösophagogastroskopie. Einführen des Endoskops unter Sicht sowie ständiger Luftinsufflation bis in den Magen. Hier zeigt sich ein allseits leicht erosiv verändertes Magenschleimhautrelief jedoch ohne Anhalt für ein tumoröses Geschehen. Eingehen in Inversion. Inspektion des gastro-ösophagialen Übergangs. Hier zeigen sich refluxbedingte Schleimhautveränderungen. Nach Desufflation langsames Zurückziehen des Endoskops unter zirkulärer Inspektion des kompletten Ösophagus. Hier zeigen sich vor allem im Bereich des distalen als auch mittleren Drittels flächige, unruhige Schleimhautveränderungen mit weißlichen Auflagerungen, welche teilweise abgestreift werden können. Differentialdiagnostisch kommt hier eine Soorösophagitis in Betracht. Zum Malignomausschluss werden jedoch an insgesamt 3 auffälligen, unruhigen Stellen Biopsien entnommen. (44 cm, 34 und 30 cm ab Alveolarkamm). Anschließend Übergehen zur Pharyngo-Laryngoskopie: Hierzu Einführen des Kleinsasser-Rohres der Größe B und Einstellen des Endolarynx. Hier zeigen sich ebenfalls allseits unruhige, postradiogen veränderte Schleimhautverhältnisse. Im Bereich der Glottisebene zeigt sich beidseits ein Reinke-Ödem rechts > links. Ansonsten kein Anhalt für ein tumoröses Geschehen. Einstellen der hinteren Kommissur. Auch hier ergibt sich kein Anhalt für ein Tumorwachstum. Lediglich im Bereich des linken Aryhöckers zeigt sich eine unruhige Schleimhautveränderung welche biopsiert wird. Anschließend Eingehen in den Sinus piriformes rechts und links. Dieser ist frei entfaltbar und bis zur Sinus piriformis-Spitze von postradiogen veränderter glatter Schleimhaut ausgekleidet. Ebenfalls unauffällige Schleimhautverhältnisse im Bereich des Ösophaguseingangs sowie postkrikoidal. Einstellen der Vallecula. Auch hier zeigen sich lediglich postradiogen veränderte Schleimhaut ohne Anhalt für ein tumoröses Wachstum. Im Bereich des linken Zungengrundes Inspektorisch unruhige, teils belegte Schleimhaut. Daher Biopsie im Bereich des linken Zungengrundes. Blutstillung mittels monopolarer Koagulation. Ansonsten unauffällige Schleimhautverhältnisse im Bereich des restlichen Oropharynx. Anschließend Einsetzen der armierten Sperrer und Anschlingen der Zunge. Hier zeigt sich im Bereich des linken mittleren Zungenrandes die vorbeschriebene Läsion mit extern histologisch geäußertem Verdacht auf ein Plattenepithelkarzinom. Markierung der Resektionsgrenzen mit Hilfe der elektrischen Nadel mit einem Sicherheitsabstand von allseits mindestens 1 cm. Anschließend Umschneiden des Areals mit der monopolaren Nadel. Resektion des Ulcus mit Hilfe des Scherchens. Blutstillung mittels bipolarer Koagulation. Die Fadenmarkierung erfolgt noch in situ (ventral Fadenmarkierung lang lang, inferior Fadenmarkierung kurz kurz). Blutstillung mittels bipolarer Koagulation. Klinisch makroskopisch erfolgte eine weite in sano Resektion des Ulcus. Nach Rücksprache mit <CLINICIAN_NAME> geht das Tumorresektat in toto zur definitiven Histologie. Anschließend Beendigung der Operation ohne Komplikationen. Fazit: Klinisch makroskopische in sano Resektion eines Zungenrandulcus links mit extern histologisch geäußerten Verdacht auf ein Plattenepithelkarzinom. Des Weiteren multiple Biopsien im Bereich des Ösophagus bei großflächig veränderten, unruhigen Schleimhautverhältnissen. Differentialdiagnostisch kommt hier auch eine Soor-Ösophagitis in Betracht. Bei Ausschluss von Malignität im Bereich des Ösophagus sollte eine gastroenterologische Mitbeurteilung und Therapie eingeleitet werden. Weiteres Procedere nach Erhalt der definitiven Histologie. 