Nach Intubation zunächst Inspektion des Tumors im Sinne einer Mikrolaryngoskopie: Es zeigt sich, dass die rechte Stimmlippe tumorös aufgebraucht ist und dieses Geschehen bis zur vorderen Kommissur zieht. Diese ist ebenfalls, wie lupenlaryngoskopisch gesichert, in der Funktion eingeschränkt. Weiterhin zeigt sich, dass der Tumor vom dorsalen Ende der rechten Stimmlilppe nach kranial, also supraglottisch in Richtung Aryhöcker zieht und diesen aufgetrieben und ödematös verändert hat. Die Taschenfalte rechtsseitig ist aufgeworfen, jedoch nicht induriert. Die linksseitige Glottis ist frei. Subglottisch ebenfalls frei. Ansonsten postkrikoidal sowie in beiden Sinus piriformes kein auffälliges Tumorwachstum. Jetzt Beginn mit der Laserresektion: Einstellen des Tumors, zunächst der vorderen Kommissur mit dem Kleinsasser-B-Rohr und Umschneiden der vorderen Kommissur, beginnend am ganz vorderen linken Stimmlippenrand, dann Übergehen auf die vordere Kommissur durch die Broyl'sche Sehne und Herauslösen der rechten tumorösen Stimmlippe aus der vorderen Kommissur und vom subglottischen Abhang. Jetzt Umlagerung und Eingehen mit dem Spreizlaryngoskop und anschließend Wegnahme der rechtsseitigen Taschenfalte, um Aufsicht gewinnen. Es zeigt sich, dass dies gut so ist, da der Tumor weiter in Richtung Sinus morgagni zieht. Jetzt wird der Tumor im Guten mit dem Laserstrahl scharf umschnitten bei einer Leistung von zunächst 5, später mit 7 Watt. Der Tumor wird hier in toto, weiterführend von der gelösten vorderen Kommissur nach dorsal, entfernt. Jetzt nun Entfernen des Tumoranteils der rechten Stimmlippe in toto und Entnahme. Anschließend erneutes Einstellen des rechten Arybereiches bzw. der rechten Supraglottis. Dann wird der Tumor dort zunächst makroskopisch weit im Gesunden ebenfalls mit dem Laserstrahl reseziert. Dabei wird der Processus vocalis des Aryknorpels reseziert. Anschließend Inspektion. Es zeigt sich, dass klinisch noch Tumorreste im Bereich des Aryknorpels vorhanden sind, so dass jetzt der Aryknorpel mit dem Laserstrahl noch nachreseziert wird. Nun klinische Tumorfreiheit und Blutstillung mit der Monopolaren und mittels Supratupfer. Es wurden Randproben entnommen aus der vorderen Kommissur, aus der rechten ehemaligen Taschenfalte sowie aus der rechten subglottischen Ebene, ebenfalls aus dem ehemaligen rechten glottischen Bereich sowie vom rechten Arybereich. Im Verlauf der Operation werden diese Randproben alle als tumorfrei im Schnellschnitt befundet, jedoch gilt zu sagen, dass im Bereich der Glottis rechts und der Supraglottis rechts kein Epithel im Schnellschnitt darzustellen war. Zwischenzeitliche Befunddemonstration an <CLINICIAN_NAME> und <CLINICIAN_NAME>. Nun Umlagerung zur Neck dissection, zunächst rechts: Injektion von 10 ml Xylocain mit Adrenalinzusatz im Bereich der Vorderkante des Sternocleidomastoideus rechts nach Abjodieren. Anschließend geschwungener Hautschnitt, Durchtrennen des Subkutangewebes und des Platysmas. Darstellen des Vorderrandes des Musculus sternocleidomastoideus, des Nervus accessorius sowie der Vena jugularis interna und des Nervus vagus nach Durchtrennen des Omohyoideus. Nun wird das hintere Neck-Präparat, nach Auslösen aus dem oberen Accessoriusdreieck, von den Plexusästen gelöst und entfernt. Der Nervus accessorius wird erhalten. Jetzt Vervollständigen der vorderen Neck inkl. Resektion der Kapsel der Glandula submandibularis und Darstellen des Nervus hypoglossus. Der Nervus vagus sowie Arteria carotis communis bleiben unangetastet. Anschließend Blutstillung mit der bipolaren Pinzette, Wasserstoff- und Ringer-Spülung. Einlage einer 10er Redon-Drainage und zweischichtiger Wundverschluss. Umlagerung zur Neck dissection auf der linken Seite: Hier ebenfalls Instillation von 10 ml Xylocain mit Adrenalinzusatz und geschwungener Hautschnitt im Bereich des Vorderrandes des Sternocleidomastoideus. Darstellen des Vorderrandes desselben, des Nervus accessorius, des Musculus digaster, des Musculus omohyoideus sowie der Vena jugularis interna und des Nervus vagus sowie der Arteria carotis communis. Entnahme des hinteren Neck-Präparates unter Schonung der Plexusäste. Bipolare Blutstillung. Vervollständigen der vorderen Neck dissection unter Mitnahme der Glandula submandibularis-Kapsel und Darstellen des Nervus hypoglossus. Die Vena thyroidea superior wird unterbunden. Nun nochmalige Inspektion. Der Nervus accessorius wird hier ebenfalls ohne Probleme erhalten. Jetzt nochmals Blutstillung, Wasserstoff- und Ringer-Spülung und nach erneuter Blutstillung Einlage einer 10er Redon-Drainage. Zweischichtiger Wundverschluss auch hier. Jetzt Tracheotomie in gewohnter Art und Weise. Hierzu modifizierter Kocher Kragenschnitt, Durchtrennen des Platysmas, des Subkutangewebes und der prälaryngealen Muskulatur. Darstellen des Ringknorpels und Unterminieren der Schilddrüse, Umstechen des Isthmus und Eingehen zwischen 2. und 3. Trachealknorpel. Anlage eines Björk-Lappens und eines epithelisierten Tracheostomas ohne Komplikationen. Einlage einer 8er Kanüle und komplikationsloses Beenden des Eingriffs. Sowohl die Tumorpräparate als auch die Lymphknotenpräparate cervical gehen zur histologischen Untersuchung. 