Zunächst Narkoseeinleitung und transorale endotracheale Intubation durch die Kollegen der Anästhesie und Lagerung des Patienten durch den Operateur. Durchführen einer Laryngoskopie mittels Kleinsasser-C-Rohr. Dabei zeigte sich eine ausgeprägte submuköse Raumforderung, welche die komplette Glottis sowie die Subglottis beidseits über einer Strecke von ca. 3 cm nach kaudal befallen hat. Somit lässt sich aufgrund der ausgeprägten subglottischen Tumorausbreitung die Indikation zur kompletten Laryngektomie bestätigen. Anlage einer nasogastralen Ernährungssonde. Im Anschluss Hautsprühdesinfektion und Applikation von Lokalanästhesie zervikal median, Haut abjodieren und steriles Abdecken. Aufgrund des Z.n. Radiatio im Halsbereich und der fehlenden Indikation zur Neck dissection (Z.n Neck Dissection 2006, aktuell cN0-Status), Entschluss zu einer umschriebenen zickzackförmigen Inzision zervikal median. Durchtrennen des Subkutangewebes und des Platysmas. Darstellen der prälaryngealen Muskulatur und zur Seite schieben derselben. Darstellen von kranial nach kaudal des Os hyoideum, des Schildknorpels, des Ringknorpels sowie die Tracheavorderwand. Darstellen des Schilddrüsenisthmus, Durchtrennen desselben, Versorgung der Schilddrüsenfläche mittels bipolarer Koagulation. Im Anschluss, aufgrund der eindeutigen subglottischen Ausdehnung des Tumors, Entschluss zu einer tiefen Tracheotomie zwischen 4. und 5. Trachealknorpelspange. Umintubation auf einen Laryngektomie-Tubus der Größe 8. Im Anschluss Skelettieren des Larynx, zunächst auf Schildknorpelhöhe. Perichondrium-Inzision. Abpräparieren des Sinus piriformis von den Schildknorpelblättern beidseits. Skelettieren des Zungenbeins mit Durchtrennen der supra- sowie infrahyoidalen Muskulatur auf dieser Höhe. Darstellen der Epiglottis und Durchführen der medianen Pharyngotomie. Im Anschluss Inzision entlang der aryepiglottischen Flächen beidseits. Maximale Schonung des Sinus piriformes beidseits. Querinzision postkrikoidal und Vereinigung der seitlichen Inzisionen. Eingehen in den postkrikoidalen Bereich. Komplettes Auslösen des Kehlkopfes sowie der oberen Trachea von der postkrikoidalen Region sowie vom Ösophagus. Präparation nach kaudal. Resektion und Einsenden des Laryngektomie-Präparates zur intraoperativen Schnellschnittuntersuchung (Fadenmarkierung: kurz-kurz Trachealabsetzungsrand anterior, lang-lang Trachealabsetzungsrand posterior). Im Anschluss Entnahme der folgenden repräsentativen Randproben: postkrikoidale Region, Sinus piriformis rechts, Sinus piriformis links, Zungengrund rechts, Zungengrund links. Alle 5 Randproben sowie die fadenmarkierten Stellen am Laryngektomie-Präparat werden von den Kollegen der Pathologie im Rahmen der Schnellschnittuntersuchung als tumorfrei befundet. Durchführen einer krikopharyngealen Myotomie. Im Anschluss dreischichtige Pharynxnaht (Submukosa, muskuläre Schicht, infrahyoidale Muskulatur). Die Pharynxnaht wird vor allem im Bereich des Zungengrundes mittels zurechtgeschnittenen Tachosil-Stücken verstärkt. Anlage einer 10er Redon-Drainage. Zweischichter Wundverschluss. Epithelisieren des Tracheostomas am kaudalen Rand der vertikalen Hautinzision. Umintubation des Patienten auf eine Kanüle der Größe 10. Anlage eines Druckverbandes. Beendigung des Eingriffs ohne Komplikationen. Der Patient erhielt intraoperativ Unacid 3 g intravenös als Single shot-Antibiose. Bitte Röntgen Breischluck am 10. postoperativen Tag. 