Einleitendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. Nochmalige Panendoskopie und Inspektion des Tumors, welcher sich im Vergleich zum Vorbefund der Panendoskopie von vor einer Woche nicht wesentlich verändert hat. Einsetzen des FK-Mundsperrers und Exponieren des Tumors, welches problemlos gelingt. Einsetzen des Spandex-Sperrers. Andocken des Roboters und Positionieren von Optik sowie den Roboterarmen. Einsetzen der Instrumente, links die monopolaren Spatel, rechts die Maryland-Klemme. Sorgfältiges Markieren der Resektionsgrenzen mit dem monopolaren Spatel. Beginn der Resektion von parauvulär der linken Seite, über den Weichgaumen in die Tonsillenloge. Es wird dabei darauf geachtet, im gesamten Areal einen Sicherheitsabstand von makroskopisch 0,5 cm einzuhalten. Die Resektion erfolgt dann über die Tonsillenloge hin zum Zungengrund, wo der Tumor hier kugelig in den Zungengrund infiltriert ist. Daher Resektion eines Areales um den Tumor herum aus dem Zungengrund. Die Resektion reicht nach vorne vom Weichgaumen in die Glossotonsillarfurche. Auch hier wird ein entsprechender Sicherheitsabstand eingehalten. Schlussendlich kann das gesamte Tumorpräparat vollständig entwickelt werden. Sorgfältige Blutstillung. Entnahme von repräsentativen Randproben aus dem Bereich des Zungengrundes, der Glossotonsillarfurche sowie am vorderen und hinteren Absetzungsrand am Gaumen. Sämtliche Randproben gehen zur Schnellschnittdiagnostik. Die Präparate des Gauemnbogens werden fadenmarkiert. In der ersten Schnellschnittinspektion zeigt sich, dass aufgrund thermischer Artefakte sowohl die Randprobe am Zungengrund als auch die Randprobe in der Glossotonsillarfurche nicht beurteilt werden können. Daher hier nochmalige Entnahme von Randproben aus dem Bereich der Glossotonsillarfurche und dem Zungengrund mit dem Scherchen. Diese gehen nochmals zur Schnellschnittdiagnostik. Dabei zeigt nun die Randprobe im Bereich der Glossotonsillarfurche Infiltrationen des Tumors. Die Randprobe am Zungengrund wird als tumorfrei beurteilt. Es erfolgt daher eine ausgedehnte Nachresektion im Bereich des Überganges zwischen Glossotonsillarfurche sowie Zungengrund, sodass hier die Resektion bis auf den Knochen des aufsteigenden Unterkieferastes reicht. Diese Nachresektate gehen zur endgültigen histopathologischen Beurteilung. Es erfolgt nochmals die Entnahme von Randproben aus dem Bereich der Glossotonsillarfurche und im aufsteigenden Unterkiefer. Beide Randproben werden nun im Schnellschnitt als tumorfrei befundet. Nach sorgfältiger Blutstillung Entnahme der Instrumente. Es zeigt sich nun ein deutlich vergrößerter velopharyngealer Abstand, sodass hier ein Regurgitieren von Speisen nicht sicher ausgeschlossen ist. Es wird daher versucht, den Weichgaumen etwas zu rekonstruieren mit dem Gewebe der verbliebenen Uvula. Diese wird daher vorher auf der linken Seite deepithelisiert und in den Weichgaumen dreischichtig eingenäht. Trotz allem bleibt ein großer velopharynealer Abstand, sodass hier zunächst die Schluckfunktion der Patientin untersucht werden muss. Sollte sich hier eine massive Regurgitation zeigen, so ist die Versorgung mittels Radialislappen hier erforderlich. Aufgrund dieser Tatsache wird auf die Neck dissection heute, bei cN0-Status, verzichtet. Diese erfolgt in Abhängigkeit vom klinischen Bild der Schluckfunktion, entweder in Kombination mit der Versorgung mittels Radialislappen oder bei guter Schluckfunktion als selektive Neck dissection. Nach nochmaliger Blutungskontrolle wird die Patientin mit einer nasogastralen Ernährungssonde versorgt und geht über den Aufwachraum auf die hauseigene Intensivstation zur postoperativen Überwachung. Abschließendes Konsilgespräch mit der Anästhesie. 