Nach Einleitung der Narkose durch die Kollegen der Anästhesie zunächst Lagerung des Patienten durch den Operateur. Kürzen der Vibrissen, Vestibulumdesinfektion. Steriles Abwischen und Abdecken. Eingehen mit der 45°-Optik in die linke Nasenhaupthöhle. Hierbei zeigt sich bereits der große Polyp. Dieser wird an der Basis gefasst und sukzessive entfernt. Dabei Eröffnen des vorderen Siebbeins und umschriebenes Ausräumen des Siebbeins. Die Schädelbasis wird soweit nicht dargestellt. Anschließend noch vorsichtige Infundibulotomie links und Darstellen des Kieferhöhlenostiums. Dieses wird sorgsam mit den Flügelstanzen erweitert und im Bereich des Sinus ethmoidalen Übergangs mit dem schneidenden Blakesley geglättet. Die Kieferhöhle selbst stellt sich frei und reizlos dar. Daher nun zunächst keine weiteren Maßnahmen in diesem Bereich. Umlagern des Patienten. Eingehen mit dem Kleinsasserrohr und Einstellen des Endolarynx. Hier zeigt sich bereits die vorbeschriebene, exophytische Raumforderung im Bereich der rechten Stimmlippe, die bis zur vorderen Kommissur heranreicht, diese jedoch nicht zu infiltrieren scheint. Nach lateral scheint sie sich zum Teil bis in den Ventriculus laryngis auszudehnen. Nach dorsal geht die Raumforderung bis an den Processus vocalis heran. Daher nun zunächst sorgsames Umschneiden des Tumors mit makroskopisch ausreichendem Sicherheitsabstand mit dem Laser mit 4 Watt im CW-Modus. Dieses gelingt sehr gut. Sukzessives Präparieren nun und Herauslösen des Tumors. Dabei wird der Musculus vocalis zum großen Teil mitreseziert, ebenso Teile der Taschenfalte. Da der Tumor bis an den Processus vocalis heranreicht, wird dieser mit dem Laser ebenfalls mitreseziert. Es gelingt letztlich, den Tumor in toto mit makroskopisch ausreichenden Sicherheitsabstand zur resezieren. Zwischendurch immer wieder Blutstillung mit einem defokussierten Laser sowie Supratupfern. Abschließend werden noch Randproben genommen im Bereich der Taschenfalte hinten, Taschenfalte vorne, vordere Kommissur, subglottisch vorne, subglottisch hinten sowie im Bereich des Aryknorpels. Diese Randproben werden alle im Schnellschnitt als tumorfrei befundet. Daher ist von einer R0-Resektion auszugehen. Beendigung des Eingriffs ohne Komplikationen. Fazit: Insgesamt befundadaptierte Nasennebenhöhlenoperation mit Polypektomie. Im Schnellschnitt R0-Resektion eines pT1a Stimmlippenkarzinoms rechts. Eine Kontroll-Mikrolaryngoskopie sollte in 4 bis 6 Wochen erfolgen. Je nach Beschwerdeproblematik des Patienten ist eine Nasennebenhöhlenoperation im Intervall zu diskutieren. 